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Side ist auf einer Halbinsel mit einer Länge von 1 km und einer Breite von 400 m, 65 km von Antalya und 7 km von Manavgat entfernt gelegen.
In der alten anatolischen Sprache bedeutet das Wort Side "Granatapfel". Die vogenommenen Ausgrabungen sowie die entzifferten Inschriften deuten
darauf hin, daß die Geschichte Sides bis in die Zeitder Hethiter zurückreicht. Somit zählt Side zu den ältesten Siedlungen in Anatolien die schon vor dem
7. Jh. vor Christus errichtet wurden.Die Geschichte Sides vielief ähnlich wie die anderer Städte in Anatolien. Während der Völkerwanderung im 7. Jh. v.
Ch. kamen die ersten Griechen nach Side. Untersuchungen aus dieser Zeit ergaben, daß bis zum Ende des 3. Jh. vor Ch. eine charakteristische
Sprache vorherrschte. Es handelte sich dabei um eine Indo-Europäische Sprache, die bis heute nicht endgültig entziffert werden konnte.

In der Mitte des 6. Jh. vor Ch. wurde Side von denL ydiern beherrscht, bis in den Jahren 547 - 546 die Perser einmarschierten. Side entwickelte sich unter
der persischen Herrschft weiter, bis es 334 v.Ch. vor Alexander dem Großen kapitulierte. Nach dem Tod Alexanders wurde Side von Antigonos, einem seiner Generale, regiert. Danach übernahmen 2 hellenistische Dynastien die Herrschaft: zwischen 301-215 die von Ptolomaeus und ab 215 die von Seleucides. Unterstützt von der ptolomaeischen Kriegs- und Handelsflotte erlebte Side die großartigste Ära in seiner Geschichte. In kurzer Zeit wurde es zu einem Zentrum von Kultur und Wissenschaft. Nach dem Frieden von Apemeia 188 v.Ch. wurde Side Teil des Königreiches von Pergamon, blieb aber als Teil von Ostphylien unabhängig und erlangte durch seine Handelsflotte Wohlstand und Reichtum. Seit 78 v. Ch. war Side als Teil des Römischen Imperiums ein großes Handelszentrum. Insbesondere der Sklavenhandel führte in dieser Zeit zu großem materiellen und kulturellen Wohlstand. Der Seldschukenkönig Antiochos VII wurde während dieser Zeit in Side ausgebildet und während seiner Regentschaft ab 138 v. als "Sidites" bezeichnet. Bis zum Beginn der Christianisierung im 4. Jh. verehrten die Bewohner Sides unterschiedliche Gottheiten wie Athene u. Apollo, Aphrodite, Ares, Aeskulap, Demeter, Dionysos, Hermes usw. Nachdem Side im 5. Jh. Hauptstadt und Bischofssitz von Ostpamphylien geworden war, begann für die Stadt im 5. Und 6. Jh. eine weitere blühende Periode. Diese Entwicklung wurde durch Einfälle der Araber zwischen dem 7. und 9. Jh. beendet.

Bei Ausgrabungen wurden Spuren riesiger Feuerstürme und von vielen Erdbeben gefunden.Arabische Einfälle und Naturkatastophen hatten zur Folge, daß Side in die Bedeutungslosigkeit versank. Im 12 J.h. bezeichnete der arabische Geograph Idrisi die Stadt als Geisterstdt und beschrieb Sie als "verbranntes Antalya". Laut Idrisi begannen um 1150 die Einwohner auszuwandern, bis Side im 12.Jh. komplett verlassen war. Im 13. Jh. wurde Side Teil des Seldschukenlandes, welches im 14. Jh. Von türkischen Stämmen unter Hamitogullari und Tekeliogullari eingenommen wurde. Eine Besiedlung ist in dieser Zeit nicht vermerkt worden.Ende des 15 Jh.wurde Side Teil des türkischen Gebietes, aber weder von den Seldschuken noch von den Ottomanen die in Side lebten, gibt es Überreste.1895 wurde aud der Halbinsel ein Dorf errichtet in dem Auswanderer aus Kreta angesiedelt wurden. Das Dorf wuchs und breitete sich bald über die ganze Halbinsel aus. Antike Gebäude begleitet von charakteristischer Architektur an einem Platz waren der Hauptgrund dafür, daß Side, später als Selimiya bezeichnet, als touristischer Ort bekannt wurde.Die Stadt Side birgt viele Überreste aus unterschiedlichen Zeiten der Geschichte

Denkmale in Side:
Stadtmauern, Großes Stadttor, Osttor, Aquadukte,Große Fontäne,Säulengang, Häuser, Markt, Große Bibliothek und Staatlicher Markt, Bischofspalast und Basilika, Vespasian Fontäne, Drei-Teiche-Fontäne (nympharum), Theater, Männertempel (Mond-gott), Dionysosstempel, Großes Hafenbad, Hafenbad,
Tempel des Apoll, Tempel der Athene, Hafen, Side Hafen, Side Museum.

Das Museum in Side wurde in einem vor kurzem renovierten römischen Bad errichtet. Betreten wird das Museum durch ein Tor an der Ostseite. Dann geht es über einen steingepflasterten Hof und eserscheint das zweite warme Becken des Bades wo der große Garten erreicht wird. Um den Innenhof sind Sarkopharge,Säulen.Büsten, Torsen, Inschriften,Skulpturen,Grundsteine für Statuen, Buchstaben Reliefs und Stelen aufgestellt. Der Garten war eigentlich der Hof des Gymnasiums und der Eingang zum römischen Bad. Die interessanteste Arbeit in diesem mit Marmor gefliesten Hof ist die mythische Darstellung der Geschichte des Meeresgottes Poseidon, gefunden an der nördlichen Mauer. Hier wird die Beziehung zu den Göttern und den Naturgottheiten beschrieben.